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Fernwartung für den Experten / Hilfegebenden

Bei einer "normalen" VNC-Verbindung passiert folgendes:

UltraVNC Server Viewer

Der VNC-Server wird auf dem Rechner installiert, der beobachtet werden soll. Im Router wird ein Port-Forwarding zum zu überwachenden PC konfiguriert. Der VNC-Viewer muß die aktuelle IP-Adresse des Routers kennen und das Paßwort für den VNC-Server. Der Verbindungsstart wird zwar durch den VNC-Viewer initiiert – aber es muß alles auf Seiten des VNC-Servers konfiguriert werden. Und wenn man mehreren Benutzern helfen möchte, muß das ganze für jeden einzelnen Router konfiguriert werden. Und wenn sich hinter dem Router mehrere Rechner befinden die Unterstützung wünschen (kleines Netzwerk), dann müßte das Port-Forwarding jedesmal im Router des Hilfesuchenden umgestellt werden damit es zu dem richtigen Rechner weiterleitet.

Bei der VNC-Server SC (Single-Click) Variante muß hingegen einmal alles auf der VNC-Viewer-Seite konfiguriert werden:

UltraVNC SC

Der Verbindungsstart wird durch das Programm "VNC-Server SC" initiiert. Dieses Programm muß der Helfer einmal für seinen Router konfigurieren. Dann kann er es an beliebig viele Hilfesuchende verteilen. Denn es verweist ja mittels wunschname.dyndns.org immer auf die aktuelle IP-Adresse seines Routers. Ein Paßwort ist nicht notwendig. Denn zum einen braucht der VNC-Server nicht ständig zu laufen, sondern nur dann, wenn der Hilfesuchende Hilfe sucht. Und zum anderen besteht die Verbindung nur zwischen Hilfesuchendem und Hilfegebendem.

Der Hilfegebende muß einmal folgendes einrichten:

  1. Bei einem Internet-Dienst wie www.dyndns.org richtet man sich einen kostenlosen Account ein. Durch diesen Dienst wird die aktuelle IP-Adresse des Routers immer mit derselben URL verknüpft (z.B.: wunschname.dyndns.org). Siehe Anleitung.
  2. a) Im Router muß der DynDNS-Dienst eingerichtet werden. Dadurch wird immer, wenn sich der Router mit dem Internet verbindet, automatisch die aktuelle IP-Adresse an www.dyndns.org gemeldet.
    b) Im Router wird ein Port-Forwarding an den PC des VNC-Viewers eingerichtet.
    Siehe Beispiele: FRITZ!Box Fon WLAN 7170, Telekom/T-Online: Sinus 154 DSL Basic, DrayTek Vigor 2500
  3. Der Hilfegebende erstellt einmal eine individuelle "VNC-Server SC"-Version und sendet diese an den Hilfesuchenden. In dieser individuellen "VNC-Server SC"-Version ist das Ziel der Verbindung (z.B. wunschname.dyndns.org) fest hinterlegt.

Hier gibt es ein Paket englische Original-Version, aus dem man sich seine eigene "VNC-Server SC"-Version herstellen kann. Nach dem Entpacken erhält man ein Verzeichnis "ultravnc_sc_noaero_7zipSfxVersion" mit den Unterverzeichnissen "Bin" und "Build". Im "Build"-Verzeichnis muß man nun lediglich die Datei "helpdesk.txt" den eigenen Bedürfnissen anpassen. Insbesondere den Punkt [HOST]:

[HOST]
Hier Doppel-Klick: Verbindung zu XYZ aufbauen
-connect wunschname.dyndns.org:50001 –noregistry

Die erste Textzeile nach [HOST] erscheint später im "VNC-Server SC". Auf diese Textzeile muß der Hilfesuchende später Doppel-Klicken. Die Textzeile sollte nicht viel länger sein, da sonst der Rest abgeschnitten wird.
Die zweite Zeile nach [HOST] startet dann den Verbindungsaufbau. "50001" ist eine frei wählbare Port-Nr. Erklärung siehe weiter unten.

Zu Test-Zwecken kann man die Datei "winvnc.exe" im Verzeichnis "Build" mit den Parametern aus "helpdesk.txt" starten um zu sehen ob alles nach den eigenen Wünschen funktioniert.

In Verzeichnis "ultravnc_sc_noaero_7zipSfxVersion" steht eine Batch-Datei "Compile.cmd". Diese Batch-Datei benutzt den "7zip"-Packer aus dem "Bin"-Verzeichnis und erzeugt aus dem Verzeichnis "Build" automatisch eine fertige Datei "PC-Hilfe.exe". Bei dieser "PC-Hilfe.exe" handelt es sich um eine selbstentpackende und selbststartende Datei. Beim Start beim Hilfesuchenden wird also zuerst diese Datei in den "Temp"-Ordner entpackt und anschließend das darin enthaltene "winvnc.exe" mit den Parametern aus "helpdesk.txt" gestartet. Nach dem Beenden von "PC-Hilfe.exe" wird der Temp-Ordner wieder gelöscht.


Technische Zusatzinformationen zu "Ports":
Im Internet sind Dienste und Netzwerkprotokolle bestimmten Port-Nr. zugeordnet. Z.B.:
     Internetseiten (also http:// ) werden über den Port 80 abgewickelt.
     eMails abholen (POP3) wird über den Port 110 abgewickelt.
     eMails versenden (SMTP) wird über den Port 25 abgewickelt.

Man könnte einen Webserver auch z.B. unter der Port-Nr. 90 betreiben. Nur: Dann müßte einem Besucher der Webseite dieses auch mitgeteilt werden. Er könnte dann eine Webseite unter www.beispiel.de:90 aufrufen. Für viele Dienste im Internet gibt es vereinbarte (übliche) Port-Nr. – wie eben Port 80 für Webseiten. Deshalb braucht üblicherweise bei Webseiten nicht www.beispiel.de:80 angegeben werden – es reicht www.beispiel.de.

Der VNC-Dienst läuft üblicherweise über die Port-Nr. 5800 oder 5900. Für den eigenen VNC-Dienst sollte man ganz bewußt eine andere Port-Nr. verwenden. Denn: Es gibt im Internet immer wieder Bösewichte, die versuchen in fremde Netzwerke einzudringen. Verwendet man den Port 5800 oder 5900, so wissen diese Bösewichte gleich, daß sich dahinter ein VNC-Dienst befindet und könnten ihren Einbruchsversuch genau auf diesen Dienst zuschneiden. Verwendet man hingegen eine unübliche Port-Nr. z.B. 57334 dann wissen dies Bösewichte erst mal nicht, welcher Dienst sich hinter dieser Port-Nr. verbirgt (HTTP ? SMTP ? POP3 ? FTP ? Telnet ???)

Die meisten Port-Nr. zwischen 1 und 1024 sind bestimmten häufig benutzten Diensten zugeordnet – diese sollte man nicht verwenden. Auch bis 50.000 sind noch einige wenige Port-Nr. bestimmten Diensten zugeordnet. Darüber hinaus bis 65535 sind eigentlich alle Port-Nr. frei verwendbar.

Wenn man so eine willkürliche Port-Nr. verwenden möchte, dann stellt man diese an drei Stellen ein:

  1. In der Konfigurations-Datei der individuellen "VNC-Server SC"-Version (Datei: helpdesk.txt). Damit sendet der VNC-Server z.B. auf dem Port 50001.
  2. Im eigenen Router beim Port-Forwarding
  3. Im eigenen VNC-Viewer-Programm. Dazu erstellt man sich eine Verknüpfung zum VNC-Viewer-Programm und gibt danach z.B. folgendes an:
    ".../vncviewer.exe" -listen 50001

Damit lauscht ("listen") der VNC-Viewer auf den Port 50001.

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