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Infrarot Tipps und Tricks

Infrarot - wo gibt's das heute schon ?

Die meisten heute verkauften Notebooks besitzen eine Infrarotschnittstelle - auch Handys und PDAs (Palm, Psion, etc.) besitzen häufig so eine Schnittstelle zur Datenübertragung.


Wozu kann man die Infrarotschnittstelle einsetzen ?

Zu Datenübertragung:

  • Man kann Dateien zwischen Notebooks übertragen
  • Man kann die Telefonbücher von Handys über das Notebook aktualisieren und pflegen - das geht wesentlich komfortabler als über die Handy-Tastatur.
  • Man kann mit dem Notebook über das Handy ins Internet.
  • Häufig erspart man sich die Anschaffung eines teueren Spezialkabels
  • Man kann den Terminplaner der PDAs auf das Notebook übertragen und komfortabler pflegen.
  • Man kann Dokumente auf infrarotfähigen Druckern ausgeben.
  • Man kann Bilder von infrarotfähigen Digital-Kameras auf das Notebook laden.
  • Mit einigen Stift-Scannern kann man Texte einscannen und sofort auf das Notebook übertragen.

Nebenbei bemerkt: Sollten sich die Infrarot-Ausgänge an ungünstiger Stelle befinden (z.B. an der Rückseite der Geräte) hat man meist nicht beide Geräte im Blickfeld. Mit einem Spiegel kann man die Infrarotstrahlen aber umlenken, so daß man die Geräte nebeneinander positionieren kann. Manch einer benutzt dafür auch eine alte, "halbierte" CD. Die zweite Hälfte der CD wird nochmals halbiert und flexibel mit Klebeband als "Buchstütze" befestigt.

Aber vielfach einfacher wäre es, wenn man das alles mit dem Desktop-PC erledigen könnte. Dateien von und auf das Notebook übertragen. Z.B. Dokumente auf das Notebook übertragen - unterwegs, auf Reisen daran arbeiten und anschließend wieder zurück auf den PC spielen. Und das alles ohne den Zwang Disketten mit ihrer Größenbeschränkung benutzen zu müssen. Oder das Telefonbuch des Handys am PC verwalten, übersichtlich Darstellen und bequem pflegen. Oder die Termine eines PDAs mit dem Organizer des PCs abgleichen und einfach zurückspielen.

Und das alles ohne Kabel - in Sekunden - einfach die entsprechenden Geräte gegenüber stellen und Daten übertragen.

Nur: Desktop-Computer haben im allgemeinen keine Infrarotschnittstelle.
Aber: Die meisten PCs sind für eine Infrarotschnittstelle schon vorbereitet. Im Innern des Computers auf der Hauptplatine befindet sich ein Stecker, an den man nur noch mit einem ca. 1 Meter langem Kabel einen Infrarotsender- und Empfänger anstecken braucht. Ob das Motherboard dieses Feature besitzt kann man ohne Aufschrauben des PCs schon im BIOS herauslesen: Wenn der COM-Port 2 neben der Einstellung "Normal" auch noch "IrDA" (oder ähnliches) anbietet, dann besitzt das Motherboard mit großer Sicherheit auch den entsprechenden Anschluß-Stecker. Bei Dschen Reinecke kann man ein fertiges Infrarot-Modul für ca. 15 EURO kaufen. Für Bastler gibt's dort auch preisgünstiger die Einzelteile zum selber löten.

Als Alternative gibt es auch einige externe Module, die an den seriellen Port anzuschließen sind. Vorteil: Man kann sie mitnehmen (zu Freunden und Bekannten, man muß dann bei denen aber auch die Software installieren). Nachteil: Verhältnismäßig teuer (ca. 35-90 EURO). Einige dieser externen Module lassen sich unter Windows ME nur mit einem Trick installieren.

Wenn im BIOS die Infrarot-Funktion aktiviert ist, dann sollte Win98 und ME die notwendige Software schon installiert haben. Bei Win98 muß in der "Systemsteuerung" unter "Infrarot Verbindung" und "Optionen" noch die Überwachung des Infrarot-Ports aktiviert werden - bei Windows ME ist die Überwachung immer aktiv.

Bringt man nun ein weiteres Infrarot-Gerät in Reichweite des Senders, gibt's drei Möglichkeiten:
Fall 1: Das andere Infrarot-Gerät wird erkannt und eine Kommunikation ist problemlos möglich. Dann ist der gesamte Rest dieser Seite uninteressant - es funktioniert ja alles.
Fall 2: Das andere Infrarot-Gerät wird zwar erkannt - aber eine Kommunikation ist nicht möglich. Typisches Beispiel: Windows98 oder ME und ein Nokia-Handy der Baureihe 61xx. Das ist der gemeinste Fall: Man glaubt, es funktioniert - aber im Grunde genommen ist man genau so weit wie im Fall 3: Man weiß eigentlich "nur", daß Sender und Empfänger grundsätzlich funktionieren.
Fall 3: Es tut sich gar nichts - das andere Infrarot-Gerät wird nicht mal erkannt. Hier weiß man nicht mal, ob die Infrarot-Ports überhaupt funktionieren. Trotzdem sollte man erst mal wie im folgenden beschrieben vorgehen.


Das Problem der Softwareunterstützung

Es gibt mehrere unterschiedliche Infrarot-Unterstützungen und zu allem übel auch noch mehrere unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten. Wenn die beiden Infrarot-Geräte unterschiedlich eingestellt sind, kann es zwar sein, daß sie sich gegenseitig erkennen, aber keine Daten austauschen können - oder sie erkennen sich nicht einmal. Man muß da ein wenig experimentieren. Das beginnt schon mit dem BIOS - die folgende Tabelle zeigt Beispiele der BIOS Bezeichnungen bei fünf unterschiedlichen PCs:

PC 1 PC 2 PC 3 PC 4 PC 5
IrDA (HPSIR) IrDA IrDA ASKIR IrDA
IR (ASKIR) ASKIR ASKIR HPSIR ASKIR
FIR   MIR 0.5 Mbps   FIR
    MIR 1.1 Mbps   CIR
    FIR    

IrDA meint meist "IrDA 1.0" und besitzt eine Datenübertragung von 115,2 Kbps (=14 Kb/s theoretisch / 7 Kb/s praktisch). Dafür wird der UART-Baustein auf dem Motherboard verwendet, der auch für die seriellen COM-Ports benutzt wird (nähers dazu siehe weiter unten).
Alle anderen Übertragungsgeschwindigkeiten (MIR, FIR oder CIR) benötigen einen eigenen Baustein auf dem Motherboard. FIR (Fast IR) übertragt Daten mit bis zu 4 Mbps (=500 Kb/s thoeretisch / 250 Kb/s praktisch)
Die Unterschiede in der theoretischen und praktischen Übertragungsrate entstehen dadurch, daß in der Praxis noch Daten kodiert und verschlüsselt werden müssen und auch noch eine Fehlerprüfung stattfindet.

Am besten beginnt man immer mit der langsamsten Geschwindigkeit (meist IrDA genannt).

Zusätzlich ist dem Anschlußstecker auf dem Motherboard im BIOS noch ein COM-Port zugeordnet. Dabei ist folgende Zuordnung "üblich":
COM-Port 1 ist eine 9-polige Buchse, an der früher meist die Maus angeschlossen war. Bei neueren PCs ist der Maus-Stecker ein runder, sogenannter PS/2-Anschluß, der keinen COM-Port mehr belegt.
COM-Port 2 war früher meist als 25-polige Buchse ausgelegt - bei neueren PCs aber meist ebenfalls eine 9-polige Buchse. Daran ist häufig das Modem für den Internet-Zugang angeschlossen.

Im BIOS muß man nun dem Infrarot-Port ebenfalls einen, natürlich ungenutzten, COM-Port zuordnen - am besten COM-Port 2. Und daraus ergibt sich dann eine Problematik: Wenn man eine Maus verwendet, die mit dem 9-poligen Stecker an COM 1 angeschlossen ist (also keine PS/2-Maus) und ein Modem an COM-Port 2, dann ist kein COM-Port mehr frei für den Infrarotanschluß. Verwendet man dahingegen eine PS/2-Maus oder / und eine interne ISDN-Karte, dann hat man einen oder sogar beide COM-Ports für den Infrarot-Port frei.

Die Belegung der COM-Ports ist üblicherweise die folgende:

COM1: IRQ=4 I/O=3F8
COM2: IRQ=3 I/O=2F8
COM3: IRQ=4 I/O=3E8
COM4: IRQ=3 I/O=2E8

Man sieht, daß es auch noch zwei weitere COM-Ports (3 und 4) gibt. Bei deren Verwendung kann es aber bei einigen Programmen zu Störungen kommen, weil die gleichen IRQs wie bei COM1 und COM2 verwendet werden. Wenn man schon mit diesen zusätzlichen COM-Ports arbeiten möchte (oder muß), sollte man folgende Anordnung bevorzugen: Die Maus an COM1, das Modem an COM2 und der Infrarot-Port an COM4. Sollte es zu gegenseitigen Störungen kommen, kann man, zeitversetzt, entweder das Modem oder die Infrarotschnittstelle verwenden.
Häufig kann man im BIOS auch völlig freie Zuordnungen vornehmen (innerhalb der obigen Grenzen); also z.B. COM2 mit IRQ=3 und I/O=2E8 - aber man sollte sich nicht wundern, wenn einige Programme stur sind und diese Kombination als COM-Port 4 ansehen.

Im allgemeinen sollte die Datenübertragung zwischen zwei Computern bei gleicher Geschwindigkeitseinstellung funktionieren. Zum testen klickt man mit der rechten Maustaste auf eine Datei und wählt dann im Kontext-Menü "Senden an ..." "Infrarot-Empfänger"

Infrarot als NetzwerkkarteProblematischer ist meist der Einsatz spezieller Software. Beispielsweise verlangt die Nokia DataSuite 3.0 zur Verwaltung eines Nokia-Handys (Telefonbuch-Verwaltung, etc.) auch im Betriebssystem einen genau benannten COM-Port. Win98 und ME bieten aber nur einen "Virtuellen Infrarot Port" an oder einen Infrarotport, der als Netzwerkkarte eingebunden ist. Infrarot als Netzwerkkarte unter MEUnd das ist meist der größte Knackpunkt: Wie bekommt man eine exakte Zuordnung eines COM-Ports für eine Infrarotschnittstelle ? Und das ist kein grundsätzliches Problem mit diesen virtuellen COM-Ports, denn mit einer ganzen Reihe von Infrarot-Geräten funktionieren diese problemlos und auf Anhieb. Das Problem liegt darin, daß einige Programme auf feste COM-Ports für die Infrarot-Schnittstelle festgelegt sind. Und wie bekommt man nun wieder diese festen COM-Ports ?

Dschen Reinecke beschreibt das auf seiner Seite klar und ausführlich:
Zuerst kopiert man sich die Datei "MSPORTS.INF" aus dem Verzeichnis WINDOWS\INF an einen sicheren Ort. Dann löscht man im Gerätemanager alle Einträge, die etwas mit dem Infrarot-Port zu tun haben:

  • Unter "Anschlüsse (COM und LPT)"
  • Unter "Netzwerkkarten"
  • Das "Infrarot-Gerät" selbst
  • Und manchmal auch unter "Systemkomponenten"

Wichtig ist, jetzt noch nicht neu zu booten, sonst werden diese Geräte beim nächsten Neustart gleich wieder in der selben Form eingebunden. Nun entfernt man aus der Datei MSPORTS.INF im WINDOWS\INF-Verzeichnis die beiden Semikolons oder kopiert gleich die modifizierte INF-Datei von Dschen Reinecke in das Verzeichnis WINDOWS\INF. Bei Windows ME sind die beiden mit Semikolon auskommentierten Zeilen gar nicht mehr vorhanden - man müßte sie selbst hineinschreiben.

Infrarot als Generic Ir Serial PortErst jetzt neu booten - beim Neustart sollte Windows 98 oder ME selbständig den "Generic Ir Serial Port" einbinden. Sollte das nicht geschehen, empfiehlt es sich nochmals im Gerätemanager nachzuschauen ob wirklich alle alten Einträge entfernt wurden oder im BIOS auf die langsamste Übertragungs-Geschwindigkeit umschalten (meist IrDA).

Wenn dann der "Generic Ir Serial Port" im Gerätemanager unter "Anschlüsse (COM und LPT)" auftaucht, sollte man diesen nochmals unter die Lupe nehmen und unter "Ressourcen" nachschauen, ob auch wirklich der richtige IRQ und I/O-Bereich (wie im BIOS) eingestellt sind. Bei einem Notebook war der IRQ3 einmal von einer PCMCIA-Karte vorbelegt und der nachinstallierte "Gerneric Ir Serial Port" wurde von Win98 einfach auf einen anderen IRQ verschoben. Erst durch manuelle Festlegung des gewünschten IRQs für die Infrarotschnittstelle wurde erzwungen, daß der PCMCIA-Karte ein anderer, freier IRQ zugeordnet wurde.

 

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