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Vergleich von Boot-Möglichkeiten

Es gibt 4 Möglichkeiten mehrere Betriebssysteme auf "Abruf" zu haben, um sie z.B. zu testen oder sie schnell parat zu haben, wenn mal ein Freund oder Bekannter per Telefon Hilfe benötigt und man "deren" Betriebssystem am eigenen PC vor Augen haben will. Alle 4 Methoden haben Vor- und Nachteile.

  1. Installation in eine Virtuelle Maschine
  2. Installation in eine separate Partition
  3. Installation in eine VHD Datei (Virtuelle Hard Disk)
  4. Booten von einer Live CD/DVD
  1. Installation in eine Virtuelle Maschine

      Vorteile:
    • Man kann das virtuelle Betriebssystem schnell mal starten - kein neues booten notwendig.
    • Man kann auch mehrere, auch unterschiedliche virtuelle Betriebssysteme parallel starten. Damit kann man z.B. auch ein kleines Netzwerk simulieren - obwohl man physikalisch nur einen PC hat
    • Die virtuellen Festplatten haben meist eine "dynamische" Größe. Man kann also für ein virtuelles Betriebssystem z.B. 50 Gb reservieren. Aber die Datei (virtuelle Festplatte) ist immer nur so groß, wie die darin installierte Software. Also z.B. 5 Gb zu Beginn.
    • Die virtuellen Betriebssysteme lassen sich einfach clonen.
      Nachteile:
    • Den virtuellen Betriebssystemen wird eine fest vorgegebene Hardware-Umgebung vorgegaukelt. Also eine Standard-Grafikkarte, Standard-Soundkarte, Standard-Netzwerkkarte, etc.. Diese haben seltenst etwas mit dem eigenen, realen PC zu tun. Also ungeeignet zum Testen, ob das virtuelle Betriebssystem mit der eigenen Hardware klarkommt.
    • "Exotische Hardware", wie z.B. einige Scanner, SmartCard-Reader, WebCams oder Game-Pads, werden meist nicht unterstützt
    • Die neuesten Grafikbeschleunigen "Direct3D" und "OpenGL" sind noch nirgends implementiert oder noch in der Testphase. Somit kann man kaum Spiele und andere Programme mit aufwendiger Grafik testen. Und auch die Transparenz-Effekte von "Aero-Glass" wird man in keiner virtuellen Maschine sehen können.
    • Das virtuelle Betriebssystem ist deutlich langsamer, da alle Prozesse von der Virtualisierungssoftware entgegengenommen werden und an das Wirtsbetriebssystem weitergereicht werden müssen.
    • Zudem kann ein langsames Wirts-Betriebssystem ein schnelles Gast-Betriebssystem zusätzlich ausbremsen. Hat man also unter Windows XP (eventuell noch mit vielen Hintergrundprogrammen) eine virtuelle Maschine mit Windows 7 installiert, so wird die volle Geschwindigkeit von Windows 7 noch mehr reduziert.

      Software für virtuelle Maschinen:
      VirtualBox, deutsch, kostenlos
      VMWare, englisch, teilweise kostenlos
      VirtualPC, deutsch, kostenlos

  2. Installation in eine separate Partition

      Vorteile:
    • Die komplette Hardware des PCs wird unterstützt.
    • Die volle Geschwindigkeit des PCs wird unterstützt.
      Nachteile:
    • Zum Wechsel des Betriebssystems muß neu bebootet werden
    • Nur ein Betriebssystem pro Laufzeit pro PC möglich
    • Die Partitionsgröße ist fest vorgegeben (z.B. 50 Gb); sie wächst nicht dynamisch mit. (Allerdings kann die Partitionsgröße mit einigen Programmen nachträglich verändert werden.)
    • Das freimachen von Speicherplatz für eine neue Partition ist nicht ganz trivial. Zudem sind maximal 4 primäre Partitionen pro Festplatte möglich.

  3. Installation in eine VHD Datei (Virtuelle Hard Disk)

      Vorteile:
    • Die virtuellen Festplatten haben meist eine "dynamische" Größe. Man kann also für ein virtuelles Betriebssystem z.B. 50 Gb reservieren. Aber die Datei (virtuelle Festplatte) ist immer nur so groß, wie die darin installierte Software. Also z.B. 5 Gb zu Beginn.
    • Die komplette Hardware des PCs wird unterstützt.
    • Die volle Geschwindigkeit des PCs wird unterstützt.
    • Die virtuellen Betriebssysteme lassen sich einfach clonen.
      Nachteile:
    • Zum Wechsel des Betriebssystems muß neu bebootet werden.
    • Nur ein Betriebssystem pro Laufzeit pro PC möglich.
    • Zur Zeit bootet wohl nur Windows 7 aus einer VHD Datei.
    • Auch Linux Ubuntu läßt sich unter Windows in eine Datei installieren (Stichwort: "WUBI"). Das Dateiformat ist dann zwar nicht VHD, aber das Prinzip ist das gleiche.

  4. Live CD/DVD

      Vorteile:
    • Die komplette Hardware des PCs wird unterstützt - soweit Treiber auf der CD/DVD vorhanden sind.
    • Die volle Geschwindigkeit des PCs wird unterstützt.
    • Keine Speicherplatzbelegung
      Nachteile:
    • Zum Wechsel des Betriebssystems muß neu bebootet werden.
    • Nur ein Betriebssystem pro Laufzeit pro PC möglich.
    • Installation von zusätzlichen Treibern ist zwar möglich - muß aber bei jedem Neustart wiederholt werden.
    • Konfigurationseinstellungen müssen bei jedem Neustart erneut vorgenommen werden.
    • Installation von zusätzlicher Software nicht möglich (Starten von zusätzlichen Programmen ohne Installation ist aber möglich; z.B. vom USB-Stick).
    • Fest vorgegebene Auswahl von Programmen.
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