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Bootmanager anpassen

Wenn man das wieder zurückstellen möchte, so daß zuerst Windows Vista oder XP gebootet wird, dann muß man den Bootmanager anpassen.

Solange man nichts am Windows 7 Bootmenü-Eintrag selbst verändern möchte, kann man dies mit zwei Programmen erledigen:

VistaBootPRO 3.3 (Englisch): Der Hersteller bietet dieses Programm seit kurzem für 9,95 € zum Kauf an. Die gleiche Version 3.3 gab es früher noch auf vielen Downloadseiten als kostenlose Version. Diese sind mittlerweile fast alle verschunden oder verweisen jetzt auf die kostenpflichtige Version. Hier ist noch die kostenlose Version erhältlich: www.computerbase.de

EasyBCD 1.7.2 (Englisch): Eine kostenlose Variante mit gleichem Funktionsumfang.

Diese beiden Programme verstehen aber noch nicht den neuen Bootmenü-Eintrag für eine virtuelle Festplatte von Windows 7. Kein Wunder, denn Windows 7 ist ja bisher nur als Beta-Version verfügbar. Hier in den Bildern die Warnhinweise:

VistaBootPRO 3.3
VistaBootPRO 3.3

EasyBCD 1.7.2

Mit diesen beiden Programmen kann man also nur die Bootreihenfolge, die Wartezeit und den Namen der Bootmenü-Einträge ändern.

Möchte man die VHD-Datei von einer anderen Festplatte oder einem Unterverzeichnis aus aufrufen, muß man den Bootmenü-Eintrag für die virtuelle Festplatte von Windows 7 selbst verändern. Das geht zur Zeit nur mit dem Kommandozeilen-Programm "bcdedit.exe".

Zwar ist "bcdedit.exe" in Windows Vista schon enthalten (im Ordner \windows\system32\). Aber man sollte besser gleich die neuere Version verwenden, die in Windows 7 enthalten ist (ebenfalls im Ordner \windows\system32\). Am einfachsten man kopiert sich diese Windows 7 Version von "bcdedit.exe" aus dem Windows 7 Ordner \windows\system32\ in den entsprechenden Ordner von Vista oder XP.

Das Programm "bcdedit.exe" startet man einfach über eine "Eingabeaufforderung". Wichtig ist, daß die Eingabeaufforderung mit "Administrator-Rechten" gestartet werden muß. Bei Vista also: Rechter Mausklick auf die Verknüpfung der Eingabeaufforderung und "Als Administrator ausführen" auswählen. Das Arbeiten mit der "Eingabeaufforderung" gestaltet sich einfacher, wenn man vorher folgende Einstellungen vornimmt:

Eingabeaufforderung QuickEdit-Mosus

Mit dem "QuickEdit-Modus" kann man Teile der Eingabeaufforderung mit der Maus markieren und nach drücken der "Return" ("Enter") Taste landet der markierte Bereich in der Windows Zwischenablage. Dieser Inhalt der Zwischenablage kann dann mit einem "rechten" Mausklick am Kommand-Prompt ("C:\>") eingefügt werden. So kann man sich auf einfache Weise neue Befehlszeilen zusammenstückeln ohne alles händisch einzugeben. Besonders bei den langen "Identifiern" verhindert man so Tippfehler..
Die "Höhe" des Eingabeaufforderungs-Fensters steht standardmäßig auf 25 Zeilen. Mit einer größeren Höhe (z.B. 55 Zeilen) erhält man eine größere Übersicht und erspart sich unnötiges rauf- und runter-scrollen.

Zur Übersicht kann "bcdedit.exe" ohne und mit dem Parameter "/v" aufgerufen werden:

bcdedit Bootmanager

Ohne den Parameter /v werden in der Ausgabe einige "identifier" durch leichter zu merkende Namen ersetzt. Bei den folgenden Kommandos können sowohl die "identifier"-Zahlenkolonnen als auch deren Ersatz-Namen verwendet werden.

Um eine Datensicherung der Einträge zu erhalten, kann man sie mit diesem Kommando exportieren (Laufwerk c: und Name "bdbak" sind frei wählbar):
bcdedit /export "c:\bdbak"
Und später mit diesem Kommando importieren:
bcdedit /import "c:\bdbak"

Im obigen Beispiel-Bild sieht man ein Bootmenü mit drei Einträgen (Pink) und ihren Quellen (Gelb).
Windows XP
Windows Vista
Windows 7 VHD
Die drei Bootmenü-Einträge sind im unteren Bereich der Abbildung in drei Päckchen gegliedert. Jedes dieser Päckchen ist durch einen "identifier" gekennzeichnet. Möchte man Änderungen bei einem der drei Bootmenü-Einträge machen, muß immer dieser "identifier" mit angegeben werden, damit "bcdedit" weiß, für welchen Bootmenü-Eintrag die Änderungen gelten sollen. Auf jedem PC lauten die "identifier" anders.

Zur Änderung eines Namens eines Bootmenü-Eintrages gibt man folgendes an:
bcdedit /set {xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx} description "Wunsch Name"
Möchte man im obigen Beispiel z.B. den Namen des Bootmenü-Eintrags von "Windows Vista" in "Windows Professional" ändern, so lautet das Kommando:
bcdedit /set {a88ecd32-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} description "Windows Professional"
Oder:
bcdedit /set {default} description "Windows Professional"

Das obere Päckchen "Windows Boot Manager" enthält drei wichtige Angaben:

"default" und der danebenstehende "identifier" nennen den Boot-Menüeintrag, der standardmäßig gebootet werden soll, wenn der Benutzer nichts anderes auswählt. Im obigen Beispiel ist das {a88ecd32-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} - also "Windows Vista". Möchte man diesen ändern um z.B. standardmäßig "Windows XP" zu booten, so lautet das zugehörige Kommando:
bcdedit /default {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c}

Neben "displayorder" sind die "identifier" der drei Boot-Menüeinträge in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie erscheinen sollen. Umsortieren kann man sie mit:
bcdedit /displayorder {ID} {ID} ...
Einzelne Boot-Menüeinträge kann man auch direkt an den Anfang (/addfirst) oder das Ende (/addlast) setzen oder löschen (/remove):
bcdedit /displayorder {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c} /addfirst
bcdedit /displayorder {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c} /addlast
bcdedit /displayorder {466f5a88-0af2-4f76-9038-095b170dc21c} /remove

"timeout" gibt die Zeit in Sekunden an, die das Boot-Menü angezeigt werden soll und auf eine Benutzer-Auswahl wartet. Dieses Kommando stellt die Wartezeit z.B. auf 10 Sekunden:
bcdedit /timeout 10

Um für eine weitere virtuelle Festplatte einen neuen Bootmenü-Eintrag zu erstellen, kopiert man am einfachsten einen vorhandenen Bootmenü-Eintrag und ändert ihn anschließend. Diese Kommando kopiert den Eintrag von "Windows Vista" und legt gleich einen neuen Bootmenü-Namen "Windows 7 VHD B" fest:
bcdedit /copy {a88ecd32-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} /d "Windows 7 VHD B"
Gleichzeitig erhält man für diesen Bootmenü-Eintrag einen neuen "identifier" {a88ecd34-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25}. Diesen neuen "identifier" verwendet man dann für die folgenden Kommandos:
bcdedit /set {a88ecd34-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} device vhd=[C:]\win7-b.vhd
bcdedit /set {a88ecd34-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} osdevice vhd=[C:]\win7-b.vhd
bcdedit /set {a88ecd34-fc23-11dd-9645-a5c4255d4b25} detecthal on

Mit bcdedit eine neue VHD ins Bootmenü einbinden

Während des Bootvorgangs überprüft der Bootmanager ob die angegebenen VHD-Dateien (virtuellen Festplatten) vorhanden sind. Wenn eine fehlt, wird eine Warnmeldung angezeigt und darauf hingewiesen, daß der zugehörige Bootmenü-Eintrag nicht angezeigt wird. Das restliche Bootmenü wird anschließend korrekt angezeigt.

Besonderheiten:
Bootmanager bei Windows XP: Hier weiterlesen ...
Ohne Installiertes Betriebssystem: Hier weiterlesen ...
Transfer von VHD-Dateien: Hier weiterlesen ...

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