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Windows ME Übersicht

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Als groß herausgestellte Neuerungen von Windows ME wird immer wieder genannt:

1. Internet-Explorer 5.5

Aber diese Version ist auch als freier Download für Windows 95/98 erhältlich. Außerdem sind die Änderungen gegenüber der Version 5.0 nur sehr gering (mehr dazu weiter unten)

2. Windows Media Player 7.0

Auch diese Version ist auch als freier Download für Windows 95/98 erhältlich. Die Version 7.0 ist grafisch sehr viel aufwendiger als die Vorgängerversion 6.4 - es lassen sich viele, poppige Oberflächen einstellen ("Skins", ähnlich WinAMP). Dadurch startet das Programm aber spürbar langsamer und die Bilder von Videosequenzen werden häufig nicht in Originalgröße wiedergegeben, sondern verkleinert - je nach Raumbedarf der poppigen Oberfläche ("Skins"). Aber die kleine und flinke Vorgängerversion 6.4 ist in Windows ME ebenso enthalten. Man kann sie mit einer Verknüpfung zu "C:\Programme\Windows Media Player\MPLAYER2.EXE" starten und so konfigurieren, daß alle Multimedia-Dateien standardmäßig damit geöffnet werden. Wer es noch spartanischer möchte, kann auch den winzigen "Medienplayer" starten (C:\WINDOWS\MPLAYER.EXE)

3. PCHealth und System Restore

Mit der ersten Komponente soll Windows ME das Überschreiben von Systemdateien durch andere Installation-Programme abblocken. Wie gut das wirklich funktioniert wird die Zukunft zeigen. Die zweite Komponente erlaubt schnelle, kompakte Backup's des gesamten Windows ME und deren Wiederherstellung. Und das funktioniert in der Praxis einwandfrei. Man kann also wirklich sehr gut neue Treiber, Programme oder Konfigurationsspielereien ausprobieren. Sollte irgendwas schieflaufen, der neue Treiber schlechter sein oder ein neu installiertes Programm sich bockig verhalten, so kann man das System, falls vorher eine Sicherung angelegt wurde, wieder auf den vorherigen Stand bringen. Übrigens: Anwenderdateien (also: Texte, Bilder, Musik, etc.) werden bei dieser "System"-Sicherung nicht gesichert, bzw. nach der Rücksicherung nicht auf den alten Stand gebracht.

PCHealth und System Restore kann man allerdings auch selbst in der Datei WINDOWS\SYSTEM\RESTORE\FILELIST.XML konfigurieren. Zu Anfang dieser Datei steht eine Rubrik SFP (System File Protection), die angibt, welche Dateien Windows ME vor überschreiben oder löschen schützen soll. Anschließend tauchen Rubriken mit einzelnen Dateien, ganzen Verzeichnissen oder Dateien mit bestimmten Endungen (z.B. EXE) auf, die bei der Systemwiederherstellung berücksichtigt werden sollen.

Wozu kann man das nutzen ? Zum einen kann es bei einem Treiber-Update notwendig sein, daß bestimmte Systemdateien ganz gewollt überschrieben werden müssen. Windows ME würde diese Systemdateien wieder ersetzen. In der Datei FILELIST.XML könnte man diese Systemdateien ausklammern. Andererseits kann man auch Dateien oder Verzeichnisse für ein System Restore ausschließen; beispielsweise um bestimmte Dateien oder Verzeichnisse zu behalten - auch wenn man zu einem früheren "Systemhaltepunkt" zurückkehren möchte (z.B. EXE-Dateien, die man zwischenzeitlich aus dem Internet herunter geladen hat).


Neben diesen großen Änderungen gibt es aber noch viele kleine, fast winzige Änderungen:

Windows ME beherrscht zum schnellen Ein- und Ausschalten den "suspend to disk" Modus. Damit wird der gesamte Arbeitsspeicher (z.B. 64 oder 128 Mb RAM) und der Videografikkarten-Speicher (z.B. 8, 16 oder 32 Mb RAM) in eine Datei auf die Festplatte geschrieben und anschließend der PC automatisch abgeschaltet. Das funktioniert jederzeit - also auch wenn man gerade mehrere Anwendungen geöffnet hat (z.B. Word und Excel). Beim Einschalten wird aus dieser Datei der Arbeitsspeicher und der Videografikkarten-Speicher wiederhergestellt und man kann sofort mit den Anwendungen weiterarbeiten - das Starten des Rechners geht also viel schneller. Soweit die Theorie. In der Praxis zeigt sich, daß dies nur funktioniert, wenn die Hardware auch mitspielt. Unterstützen einige Hardware-Komponenten diesen Modus nicht, so wird der "suspend to disk" Modus gar nicht angeboten. Aber zumindest wird bei jedem Windows Start eine Datei NOHIBER.TXT im Windows-Verzeichnis angelegt, in der das entsprechende inkompatible Gerät genannt wird.


Windows ME bringt einen eigenen Bildviewer mit, der viele verschiedene Bilddateien anzeigen kann: z.B. JPG, GIF, TIF und PNG. Man kann sich auch eine Verknüpfung direkt zu diesem Programm anlegen und diese in dem "SendTO"-Ordner ("Senden an") plazieren:

"C:\WINDOWS\RUNDLL32.EXE C:\WINDOWS\SYSTEM\SHIMGVW.DLL,ImageView_Fullscreen"

Den Register-Editor "REGEDIT" konnte man unter Windows 95/98 noch im DOS-Modus starten - das geht unter Windows ME nicht mehr. Dafür merkt sich das Programm jetzt den letzten angezeigten Registryschlüssel - beim erneuten Starten des Programmes kann man sofort an der letzten aufgerufenen Stelle weiterarbeiten. Außerdem kann man beliebige Schlüssel in eine Favoriten-Liste aufnehmen um sie direkt aufrufen zu können.


Das Modul "Suchen" (nach Dateien oder Texten in Dateien) ist vollständig umgestaltet worden. Nachteil: Man erkennt nur noch an einem winzig kleinen animiertem Icon, ob das Suchprogramm noch mit einer Suche beschäftigt ist. Vorteil: Auch für die Textfragmente, nach denen man gesucht hat, ist jetzt eine History-Liste verfügbar. Gepackten Windows-CAB-Dateien und ZIP-Dateien können mit durchsucht werden. Einzelne Spalten der Detailansicht können ausgeblendet werden.


Am neuen Internet-Explorer 5.5 hat sich sehr wenig geändert. Er beherrscht jetzt eine Seitenansicht, mit der man Internet-Seiten vor dem Ausdrucken betrachten kann. Die 128-bit Verschlüsselung ist nun gleich integriert. Und er kann mit einem akustischen Signal melden, wenn ein Download beendet ist.


Infrarot MEDas Infarot-Modul funktioniert nun auch in vielen Bereichen anders. Bei Windows 98 ließ es sich noch manuell ein- und ausschalten und auch das Icon in der Taskleiste ließ sich manuell ein- und ausblenden. Bei Windows ME ist das Modul permanent aktiv, aber das Icon in der Taskleiste taucht nur dann auf, wenn eine Infrarot-Gegenstelle in Reichweite ist. Zusätzlich wird dann noch auf dem Desktop automatisch ein Icon "Wireless Link" erzeugt und im "SendTO"-Ordner ein Link zu "Infrared Recipient". Beides verschwindet auch wieder automatisch, wenn die Infrarot-Gegenstelle nicht mehr erreichbar ist. Der Standard-Ordner für empfangene Dateien ist jetzt frei wählbar. In der "Systemsteuerung" wurde der Menüpunkt "Infrarot Verbindung" in "Drahtlose Verbindung" umbenannt.

Infrarot 98


DFÜ MEDie Einrichtung einer neuen DFÜ-Verbindung geht nun leichter vonstatten. Nach den üblichen Angaben wie "Name der DFÜ-Verbindung", "Modem" und "Telefon-Nr." ist die DFÜ-Verbindung gleich ordentlich vorkonfiguriert. Unter Windows 95/98 mußte man immer noch nachkonfigurieren und die "Anmeldung am Netzwerk", das "NetBEUI"- und das "IPX/SPX-kompatible Protokoll" deaktivieren. Außerdem befinden sich nun auf einer zusätzlichen Registerkarte gleich die zugehörigen Einstellungen wie "Anzahl der Wahlwiederholungen im Besetzfall" und "Trennen nach Leerlauf von x Minuten".

DFÜ ME DFÜ ME


Unter Windows ME werden die Startdateien "CONFIG.SYS" und "AUTOEXEC.BAT" (und auch "WINSTART.BAT") nicht mehr ausgeführt - manuelle Änderungen werden nach einem Neustart wieder verworfen. Die beiden Dateien sind nur noch für andere Programme aus Kompatibilitäts-Gründen vorhanden. Dabei geht Windows ME folgendermaßen vor: Ändert man die Dateien "CONFIG.SYS" und "AUTOEXEC.BAT" manuell, so legt Windows ME beim herunterfahren BAK-Kopien von diesen Dateien an und überschreibt die vorhandene "CONFIG.SYS" und "AUTOEXEC.BAT" mit eigenen Default-Werten. Das kann man nachprüfen, wenn man anschließend von einer Diskette bootet und sich die Dateien mit einem Editor anschaut. Wenn man nun auf den Gedanken kommt, man könnte jetzt die Default-Dateien löschen und die BAK-Dateien wieder umbenennen in "CONFIG.SYS" und "AUTOEXEC.BAT", so nützt das gar nichts - beim erneuten booten führt Windows ME diese Dateien nicht aus. Nach dieser Vorgehensweise sind zwar nach dem booten noch die geänderte "CONFIG.SYS" und "AUTOEXEC.BAT" vorhanden und noch nicht mit Default-Werten überschrieben - aber sie werden einfach nicht ausgeführt. Nun könnte man meinen, das Anlegen der BAK-Dateien bzw. das überschreiben mit Default-Werten macht keinen rechten Sinn - die Dateien werden sowieso nicht ausgeführt. Aber man bedenke: Wenn die Installations-Routine irgendeines fremden Programmes eigene Parameter oder DOS-Treiber in "CONFIG.SYS" oder "AUTOEXEC.BAT" hineinschreibt ist manch ein Anwender irritiert, weil diese nicht berücksichtigt werden. In diesem Falle macht es Sinn, daß Windows ME die Dateien a) bereinigt und b) Kopien davon anlegt, in denen man nachschauen kann, WAS die Installations-Routine des fremden Programmes da hinein geschrieben hat.

Zumindest einen häufig benutzen und in manchen Fällen wichtigen Parameter kann man auf etwas ungewohnte Weise eingeben: Manches alte DOS-Programm, besonders Datenbanken, benötigt eine große Anzahl von File-Handles. Den Default-Wert von 30 kann man für eine DOS-Box auf 255 erweitern, wenn man in der Datei SYSTEM.INI in der Rubrik [386enh] der Parameter PerVMFiles=225 setzt.

Drückt man beim Starten die F8-Taste, so enthält das Startmenü nur noch die Punkte "Normal", "Protokolliert", "Abgesichert" und "Schrittweise" - der Menüpunkt "Eingabeaufforderung" ist verschwunden.

Mittlerweile gibt es zwei Lösungsansätze, mit denen man doch wieder zur MS-DOS-Eingabeaufforderung gelangt:

Methode 1:
(http://www.geocities.com/mfd4life_2000/) patched drei Systemdateien (IO.SYS, COMMAND.COM und REGENV32.EXE). Eine deutsche Anleitung ist hier verfügbar.
Methode 2:
(http://www.sgmvp.freewebsites.com/WinME.htm) kopiert mittels Batch-Dateien entweder die alten Win98 System-Dateien oder die original Windows ME Dateien an die entsprechenden Stellen.

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