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Windows ME
DOS-Mode einrichten

  1. Man sollte sich eine bootfähige Diskette anlegen, von der man notfalls den Rechner starten kann und so zumindest mit DOS-Befehlen Dateien kopieren und Schreibschutz-Attribute ändern kann: "Systemsteuerung" - "Software" - "Startdiskette". Anschließend sollte man testen, ob man wirklich von dieser Diskette booten kann. Denn es kann immer mal passieren, daß eine Diskette einen Hardwarefehler aufweist und deshalb nicht startfähig ist. Oder im BIOS ist das booten von Diskette abgeschaltet und bei einen wenigen PCs gelangt man nur mit exotischen Tastenkombinationen in die BIOS-Einstellungen oder das BIOS ist sogar paßwortgeschützt.
     
  2. Als nächstes sollte man sich ein Verzeichnis anlegen (z.B. C:\DOS\ORIGINAL\), in das man die DREI Dateien IO.SYS und COMMAND.COM (von C:\) und REGENV32.EXE (von C:\WINDOWS\SYSTEM\) kopiert. Falls mal irgendwas schieflaufen sollte, kann man mit der Boot-Diskette starten und die Original-Dateien zurückkopieren. Diese Sicherheitskopien sind besonders für die Dateien IO.SYS und REGENV32.EXE wichtig, weil IO.SYS auf der Boot-Diskette eine andere ist als die in C:\ und REGENV32.EXE gar nicht auf der Boot-Diskette vorhanden ist.
     
  3. In ein weiteres Verzeichnis (z.B. C:\DOS\PATCH) kopiert man nun die gleichen DREI Dateien - allerdings NICHT die IO.SYS von C:\, sondern die IO:SYS aus dem Verzeichnis C:\WINDOWS\COMMAND\EBD und zusätzlich noch das Programm WINMEDOS.COM von http://www.geocities.com/mfd4life_2000/. In der DOS-Box muß nun noch von der Datei IO.SYS das System-, Versteckt- und Schreibschutz-Attribut entfernt werden:

    attrib io.sys -s -h -r
    attrib command.com -s -h

    Beim anschließenden Start von WINMEDOS.COM wird zuerst auf das Vorhandensein der drei anderen Dateien geprüft - dann werden diese drei Dateien verändert (gepatched).
     
  4. Die drei gepatchten Dateien kopiert man nun zurück; am besten mit dem Explorer:

    IO.SYS nach C:\,
    COMMAND.COM nach C:\ UND C:\WINDOWS
    und REGENV32.EXE nach C:\WINDOWS\SYSTEM.

  5. Zum Schluß müssen noch drei Änderungen an drei Dateien vorgenommen werden:
    1. In der Datei C:\CONFIG.SYS muß die Zeile: DEVICE=C:\WINDOWS\IFSHLP.SYS hinzugefügt werden
    2. In der Datei C:\AUTOEXEC.BAT muß am Ende C:\WINDOWS\WIN.COM hinzugefügt werden (ALLE SET... Angaben können vollständig gelöscht werden).
    3. In der Datei C:\MSDOS.SYS (Achtung: Schreibschutz vorher entfernen !) muß unter dem Schlüssel [Options] der Eintrag DisableLog=1 hinzugefügt werden

Anmerkungen - Chancen und Pflichten:

Mit dem obigen Patch KANN man nun wieder alle Einstellungen in der CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT vornehmen (FILES=, BUFFERS=, ANSI-Treiber, etc.) - allerdings MUSS man auch einige gängige Einstellungen selbst hinzufügen - wenn erwünscht: z.B. den deutschen Tastaturtreiber (C:\WINDOWS\COMMAND\EBD\KEYB.COM GR).

Bei einem normalen System, welches keine zusätzlichen DOS-Treiber benötigt (z.B. für SCSI-Laufwerke) ist folgende CONFIG.SYS Datei völlig ausreichend:

  1. Country=049,850,C:\WINDOWS\COMMAND\country.sys
  2. FCBS=1
  3. STACKS=0,0
  4. BUFFERS=22
  5. LASTDRIVE=E
  6. DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\COMMAND\RKEYB.SYS i-
  7. DEVICE=C:\WINDOWS\IFSHLP.SYS

Zeile 1: Der COUNTRY-Treiber hat nichts mit deutschem Tastatur-Layout oder ANSI-Bildschirm Darstellungen zu tun. Er dient lediglich dazu für den DOS-Mode die deutsche Zahlendarstellung einzustellen: Aus dem angelsächsischem 09.16.2000 wird 16.09.2000 und aus 1,000.00 Mb wird 1.000,00 Mb. Und der Treiber belegt keinen Speicherplatz - er ist quasi nur ein Umschalter.
Zeile 4: Bei bis zu 22 Buffers werden nur 512 Bytes benötigt - bei mehr Buffers steigt der Speicherbedarf sprunghaft an (23 Buffers = 12.336 Bytes, 24 Buffers = 12.864 Bytes)
Zeile 5: Hier sollte der letzte reale Laufwerksbuchstabe eingestellt werden. Ohne diesen Eintrag wird automatisch LASTDRIVE=Z verwendet und das kostet unnötig Speicherplatz. Aber aufpassen: Baut man später ein zusätzliches Laufwerk ein, muß man diesen Parameter anpassen.
Zeile 6: Hier wird ein deutscher Tastaturtreiber (FREEWARE) verwendet, der nur 368 Byte belegt - als Ersatz für den "KEYB.COM GR"-Treiber, der ca. 8560 Byte belegt.

Die AUTOEXEC.BAT enthält nur noch:

@echo off
C:\WINDOWS\WIN.COM

Alles andere ist Humbug; z.B. HIMEM, EMM386 und Codepage-Einträge.

Kommentar:
Was hat sich Microsoft dabei gedacht, den DOS-Modus derartig zu verstecken ?

Antwort 1: Schaut man sich PCs von 10 unterschiedlichen Anwendern an, so wird jeder, der die Bedeutung von CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT kennt, andere Einstellungen in diesen Dateien haben. Jeder optimiert sein System anders. Manch einer hat in irgend welchen Fachzeitschriften ganz tolle Optimierungsparameter gelesen - aber häufig verschlechtert er durch unwissentlich falsche Einstellungen sein System (z.B. Realmode Treiber für CD-ROMs) oder er vergißt die Parameter bei Systemaufrüstungen entsprechend anzupassen. DAS kann mit WindowsME (ohne den obigen Patch) nicht mehr passieren - AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS werden nicht mehr abgearbeitet.

Antwort 2: Microsoft möchte die Einstellmöglichkeiten von AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS nach und nach ausschalten um irgendwann mal zu einem REAL-DOS-MODE freien System zu kommen. Aber besonders ältere Datenbankprogramme benötigen häufig noch FILES- und BUFFER-Einstellungen. Mit WindowsME werden die Programmierer dieser Datenbanken dazu gedrängt, endlich Programmversionen auf den Markt zu bringen, die völlig ohne diese Einstellungen in AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS auskommen und problemlos in einer DOS-Box laufen können.

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