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Windows XP Dualboot

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Platz für XP schaffen

Möchte man Windows XP auf einer Festplatte neben ein vorhandenes Betriebssystem (z. B. Windows 9x/ME oder NT/2000) installieren, so braucht man erst einmal Platz für eine eigene Partition. Dafür gibt es drei Vorgehensweisen:

  1. Mit dem Programm "Partition Magic" verkleinert man eine bestehende Partition und schafft so Platz für eine neue XP Partition.
  2. Man löscht eine bestehende Partition (z. B. eine erweiterte Partition mit dem Laufwerk D:) und schafft damit Platz für eine neue XP Partition.
  3. Man schafft sich eine neue, größere Festplatte an, baut sie erst mal als zusätzliches Laufwerk ein und kopiert die bisherige Partition auf die neue Festplatte. Dieses "Clonen" von Partitionen klappt mit "Partition Magic" ganz hervorragend - auch bei NT oder Windows 2000 Partitionen. Windows 9x/ME Partitionen kann man aber auch einfach auf die neue Festplatte kopieren (z.B. auch mit XCOPY32) - dazu benötigt man also nicht unbedingt "Partition Magic". Anschließend klemmt man die zweite, neue Festplatte als erstes Hauptlaufwerk (primary master) an.

Platzbedarf von XP

Für die neue XP Partition sollte man etwa 2 Gb einkalkulieren - das hängt aber stark vom eigenen RAM und den Einstellungen ab. Die Windows XP Systemdateien belegen alleine etwa 1 Gb. Hinzu kommt der Platzbedarf für eine Auslagerungsdatei (Pagefile.sys), die bei der Standardeinstellung dem 1,5 fachen des RAMs beträgt. Also bei 128 Mb RAM = 192 Mb, bei 256 Mb RAM = 384 Mb und bei 512 Mb RAM = 768 Mb. Aber man kann diese Auslagerungsdatei auch abschalten oder eine individuelle Größe einstellen - dann entfällt die Datei "Pagefile.sys" oder hat die vorherbestimmte Größe. Ab etwa 256 Mb RAM kann man ohne weiteres diese Auslagerungsdatei abschalten - es sei denn man arbeitet mit sehr großen Datendateien (z.B. 150 Mb großen Bilddateien). Eine weitere, unter Umständen große Datei ist "hiberfil.sys". Sie wird nur benötigt, wenn man beim herunterfahren des Rechners den "Ruhezustand" nutzen möchte. Dabei speichert Windows XP den gesamten RAM-Inhalt und den Videospeicher in diese Datei "hiberfil.sys" (gestartete Programme brauchen nicht beendet werden) und schaltet dann den Rechner aus. Beim nächsten Starten des Rechners erfolgt nicht mehr der langwierige Bootvorgang, sondern es wird lediglich aus der Datei "hiberfil.sys" der RAM-Inhalt und der Videospeicher zurückkopiert. Dadurch startet der Rechner wesentlich schneller und man hat sofort wieder alle vorher geöffneten Programme startbereit. Diese Datei "hiberfil.sys" hat, wie oben angedeutet, die Größe: RAM + Videospeicher; also z.B. 256 Mb RAM + 16 Mb Videospeicher = 272 Mb.

Vorgedanken zur Partitionierung

Auf einer Festplatte kann es neben freiem Speicherplatz folgende Partitions-Typen geben:

  • versteckte Partitionen
  • sichtbare Partitionen
  • sichtbare und aktivierte Partitionen

Von der aktiven Partition wird beim Rechnerstart immer gebootet. Ausnahmen: Man bootet von Diskette oder CD-ROM oder man verwendet einen externen Bootmanager (z.B. XFDISK). Um nach der Installation von XP zwischen den Betriebssystemen auf den Partitionen wählen zu können benötigt man einen Bootmanager. Dabei kann man entweder den Bootmanager von XP verwenden oder einen "externen" Bootmanager wie z.B. das FREEWARE Programm XFDISK. Der Bootmanager von XP wird immer (automatisch) in der aktiven Partition installiert und wird automatisch von dort gestartet. Der externe Bootmanager XFDISK befindet sich dagegen im Bootsektor der Festplatte und wird noch vor dem booten irgendeiner Partition gestartet. Welchen der beiden Bootmanager man verwendet ist reine Geschmackssache: Der XP Bootmanager wird halt mit Windows XP mitgeliefert - XFDISK dagegen ist ein Zusatzprogramm.

Eine kleine Gefahr besteht beim XP Bootmanager: Wenn bei der Installation von XP das "früherer" Betriebssystem die aktivierte Partition ist, so werden zwar die Systemdateien in die neue (anzulegende) Partition geschrieben, aber die Bootdateien und der Bootmanager wandern in die aktive Partition. Beispiel: Hat man auf einer 20 Gb Festplatte eine aktive Windows 98 Partition von z.B. 12 Gb, dann kann man zwar bei der Installation von XP eine neue Partition mit 8 Gb für Windows XP anlegen - der Bootmanager wandert aber auf die Windows 98 Partition. Das ist erst mal nicht weiter schlimm, aber wenn man später einmal die Windows 98 Partition löscht, dann fehlen auch die Bootdateien zum starten von Windows XP. Besser und sicherer ist es also, wenn man vor der Installation von Windows XP zuerst eine neue, leere Partition anlegt und diese aktiviert. Es kann sich dabei ruhig um eine FAT32-Partition handeln, denn während der XP Installation kann man noch auswählen ob man diese sofort in NTFS umwandeln möchte.

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